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mssilith in mowidra

Fill Moly #1 I see no god up there

Äh ja. Für dieses Mal Moly (und hoffentlich danach nicht mehr aber ich verspreche lieber nichts) habe ich eigentlich nur Klischees aneinander gereiht. Aber überzeugt euch selbst.
Mir persönlich gefällt es nicht wirklich. Es hört sich an wie der Anfang einer längeren Geschichte. Das mit dem Anfang-Hauptteil-Schluss muss ich wohl noch lernen in Kurzgeschichten. xD
Über Anregungen, konstruktive Kritik, Lob ( :') ) und dergleichen wäre ich sehr dankbar. Wer eine Idee hat, was dazwischen noch hätte passieren sollen, immer her damit!
Grammatik ist glaub ich auch nicht mein Freund...

Wörter: 1.414

I see no god up there

Steve Anderson erwachte und wurde sich nur langsam seiner Umgebung bewusst. Seine Augenlieder waren geschlossen. Sein Körper war etwas in den Untergrund, auf dem sein Körper lag, gesunken.

Es fühlte sich an, als läge er auf einer weichen Matratze. 



Er fühlte sich ausgeruht, was ungewöhnlich war. Vorsichtig tastete er mit einer Hand zur Seite. Keine Decke, kein Kissen unterbrach seinen Weg.

In der Tat war da nicht einmal der Rand einer Matratze, egal wie weit er sich streckte.

Leise Musik lag in der Luft, doch es hörte sich nicht an, als würde es aus einem Radio kommen. Es hörte sich nicht mal an, als würde es von draußen kommen, oder als würde es ein draußen überhaupt geben. Wenn er sich darauf zu konzentrieren versuchte, wurde es leiser.

Gespielt ruhig öffnete Steve die Augen.. und starrte in einen blauen Himmel.

Sein Herz setzte einen Schlag aus. Er kniff die Augen wieder zu und atmete einmal tief durch.

Dann öffnete er sie wieder. Steve setzte sich auf und rieb sich die Augen.

Vor ihm erstreckten sich Wolken soweit das Auge reichte.

Neben ihm erstrahlte ein schwebendes Podium im Goldglanz. Es war mehr als mannshoch. Selbst stehend überragte es Steve um mindestens zwei Köpfe. Mit Schwierigkeiten ließ er den Blick weiter schweifen. Ein paar Meter entfernt ragte ein frei stehendes Tor im gleichen metallenen Schimmer noch um einiges weiter in die Höhe.

Kleine silberne Lichtlein schwebten in Reih und Glied hindurch ohne auf der anderen Seite wieder aufzutauchen.

Neben diesen Dingen gab es nichts in dieser weiten Leere aus Wolken, die sich zu allen Seiten bis zum Horizont erstreckte.

Steve blieb noch einige Augenblicke sitzen, zu überwältigend war der Anblick, bevor er sich auf unsicheren Beinen erhob. Zunächst nahm er dann das Podest in Augenschein. Auf den ersten Blick sah es aus wie Gold. Er hob die Hand und klopfte dagegen. Das so erzeugte metallische 'klonk klonk klonk' hallte über die Ebene. Es hörte sich auch an wie Gold. Er umrundete es einmal. Dahinter schwebte ein zu der Größe passender Stuhl.

Als nächstes kniete er sich auf die weiche Wolkendecke, um unter das Podest zu schauen. Es schwebte frei eine Handbreit über dem Boden. Auch an dem Stuhl war nichts zu finden, was darauf hindeutete, warum die Möbel schwebten. Sie taten es einfach.

Steve atmete ein weiteres Mal tief durch, um seinen Puls wieder unter Kontrolle zu bringen. Wenn das ein Traum war, dann ein verrückter und sehr echt anmutender. Wenn das ein von Drogen produzierter Wahn war... dann hatte er ein echtes Problem. Nur konnte er sich an keinerlei Drogen erinnern. Er konnte sich allerdings an nichts erinnern, was passiert war, bevor er an diesem merkwürdigen Ort aufgewacht war.

Um sich von diesem beklemmenden Gedanken abzulenken, erklomm er den schwebenden Stuhl.

Oben auf dem Podest lag aufgeschlagen ein Buch. Es hatte alte Pergamentseiten. Von dem Einband war nichts zu sehen und es war schwer wie ein Stein, den Steve nicht anheben konnte. Das kurioseste, wenn man auf dieser Ebene überhaupt noch von kurios reden konnte, war, dass Wörter auf den leeren Seiten erschienen, wie von unsichtbarer Hand geschrieben. Namen. In vier Reihen standen sie sauber untereinander. War eine Seite voll, blätterte das Buch weiter zu einer leeren.

Wie gebannt schaute Steve dem Schauspiel zu. Dann blätterte er einige Seiten zurück und schließlich ganz zum Anfang. Das ganze Buch war voller Namen und es schien mehr Seiten zu haben als es anmutete. Der erste Name, der darin stand, war Adam, gefolgt von Eva.

Steve kletterte wieder hinab auf den Wolkenboden und wandte sich dem Tor zu. Die Kolone aus silbernen Lichtlein wich ihm aus, als er darauf zu trat.

Keines der Lichter konnte er ergreifen oder berühren. Sie waren zu schnell.

Auch das Tor, welches frei auf der Ebene stand, umrundete er. Kein Zaun führte davon weg. Dahinter war nichts außer endlosen Wolken. Es stand einen winzigen spaltbreit offen. Die kleinen Lichter schwebten durch ihn hindurch und verschwanden eins nach dem anderen.

Einen Augenblick lang stand Steve unschlüssig davor. Dann passierte er das Tor.  

Hinter ihm fiel eine alte Holztür ins Schloss. Statt Wolken lag eine Einkaufsstraße vor ihm. Nach rechts und nach links blickend, sah er dicht an dicht gereihte Häuser. Der Himmel war hier genauso blau, wie er es auf der anderen Seite der Tür gewesen war. Menschenmassen tummelten sich auf dem Asphalt und verstopften fast schon die kleinen Gassen, welche davon abzweigten.

Mit vorsichtigen Schritten betrat Steve die Straße, keiner der Passanten würdigte ihn auch nur eines Blickes. Er ließ sich von der Menge leiten und besah sich die Schaufenster der Läden. Hier ein Geschäft für elegante Kleider, dort eins mit vielen Büchern. Wieder eins für Möbel, ein weiteres für Lebensmittel. Dann gab es noch Galerien. Sogar Kinos. Es schien alles zu geben.

Als es Steve zu viel wurde, duckte er sich in eine Seitengasse. Eine Treppe führte dort aufs Dach, dahinter lag die Rückseite eines Hauses.

Die Stufen knarrten unter seinen Schuhen.

Oben angekommen nahm er den Anblick in sich auf. Es war atemberaubend.

In alle Seiten erstreckten sich die Dächer und sternenförmig strebten alle Häuserreihen auf die Stadtmitte zu. Dort erhob sich ein goldener Palast in die Höhe.

Jenseits der Stadt reckten sich Berge in die Höhe und dehnten sich Wälder bis an den Horizont aus. Alles war in ein traumhaftes, fast schon unwirkliches, Licht getaucht.

Steve setzte sich in Bewegung.

Er stieg die Treppe wieder herab und ging in Richtung Stadtinneres. Ab und zu versuchte er einen der neben ihm herlaufenden Menschen anzusprechen, doch sie sahen ihn nicht mal an und reagierten nicht. Stattdessen schwatzten sie mit den Personen neben ihnen. Es war als wäre Steve nicht anwesend. Schweigend setzte er so seinen Weg fort und betrat den Platz, auf dem der Palast sich befand.

Der Platz war führte in einem Ring um den Palast herum, doch niemand näherte sich ihm.

Neugierig trat Steve darauf zu und löste sich so aus der Menschenmasse. Er schien aus Gold und schneeweißem Marmor gebaut zu sein. Die Türen waren aus dem ersten Material aber öffneten sich leicht unter Steves Hand.

Nirgendwo gab es eine Wache oder sonstige Personen, die sich dafür interessiert hätten, dass Steve drauf und dran war den Palast zu betreten.

Kurz noch warf Steve einen Blick über die Schulter. Niemand beachtete ihn.

Steve betrat einen langen Gang, der unendlich lang schien. Er konnte das Ende mehr erahnen als sehen.

Das Portal fiel mit einem sanften 'klick' hinter ihm zu. Der Flur war erleuchtet doch gab es keine erkennbare Lichtquelle. Die Wände waren schmucklos und links und rechts führten Türen in menschenleere Zimmer. Die Räume an sich waren nicht leer. Tisch, Stühle, Schränke und anderes stand darin. In verschiedenster Ausrichtung und Zusammenstellung, doch gab es weit und breit niemanden der sie bewohnte.

Zimmer um Zimmer durchsuchte Steve auf diese Weise. Irgendwo musste doch jemand sein. Jemand der ihn sah und ihm sagen konnte wo er hier war.

Stunden um Stunden suchte er weiter und wurde immer hoffnungsloser.

Und dann erreichte er das Ende des Korridors.

Die Tür dort war reich verziert und größer als seine Geschwister.

Zögerlich trat Steve an sie heran. Er legte eine Hand auf den kühlen Griff und öffnete sie.

Dahinter lag der größte Saal, den Steve jemals in seinem kurzen Leben gesehen hatte. Auf beiden Seiten reckten sich in regelmäßigen Abständen Säulen gen Decke. Diese war so weit oben, dass sie kaum noch zu sehen war.

Am Ende des Raums stand ein riesiger Thron auf einer Erhöhung. Es war bedrückend still.

Steves Schritte hallten ungehört als er den Saal durchschritt.

Kurz vor dem Königsthron hielt er an. Der Thron schien wie aus einem Steinblock geschnitten direkt aus dem ebenfalls steinernen Boden zu ragen.

Er war mit Bildern, die in den Stein gehauen worden waren, verziert. Steve erklomm die Stufen und schaute sie sich genauer an. Über die Armlehnen schienen sich Drachen zu winden und auf der Rückseite befand sich das Abbild einer Schlacht. Zumindest sah es so aus. Als Steve einen weiteren Schritt darauf zutrat, klirrte etwas zu seinen Füßen. Ein Zepter lag hinter dem Königsthron vor ihm auf dem Moorboden.

Steve beugte sich vor und hob es mit zitternden Fingern auf. Es fühlte sich schwer an in seinen Händen. Am Stab schlängelten sich zwei Schlangen hinauf und an seiner Spitze befand sich eine Kristallkugel, in der sich Nebel wandt.

Nichts passierte.

Entmutigt sank Steve mit dem Zepter in der Hand auf die oberste Stufe neben dem Thron.

Er wusste nicht so recht auf was er gehofft hatte.



Comments

Haha ja ich meine ne Prunkttür/Tording, aber als er durchgegangen ist, dann ist vor ihm die Straße aber hinter ihm nur noch eine normale Holztür.. daher das klicken >_<
moorboden? klirren?... Ich muss meine Story wohl nochmal lese, ich erinnere mich nichtmehr O_O wo warn des? Vor oder nach dem Tor?
Vielleicht wollt ich auch Marmorboden schreiben? xD Ich weiß nicht mehr ._.
Bekämpft?
Maulen würde ich das nicht nennen:) Sind ja berechtigte Anmerkungen ;)
Zu den Drogen: Es gab nur zwei Möglichkeiten warum er an einem Ort ist, der verdammt doll wie der (Disney?) Himmel aussieht -> Drogen oder er ist gestorben und er wollte wohl nicht an die zweite (und realistischere) Möglichkeiten denken. So hatte ich das eigentlich gemeint. Sozusagen als Verleumdung der Tatsache. In der Originalidee erinnert er sich auch vage daran an einen Baum gefahren zu sein, aber wollte es mysteriöser machen. xD
Das mit den anderen Menschen sollte eigentlich mehr oder weniger ebenfalls in einer letzten Szene erklärt/angedeutet werden, da er dort im Krankenhaus aufwacht, weil er wiederbelebt wurde. Da hätte er auch eventuell auch immernoch das Zepter, aber man sollte schwanken ob er jetzt der neue Gott ist oder ob die einfach tatsächlich für immer weg sind.. eigentlich sollte er auch von nem Schattenwesen angegriffen werden... oh ha naja ich werd die wohl sowieso nochmal bearbeiten. xD
Was sind noch für Fragen geblieben?
Obwohl es ja auch ne Kurzgeschichte ist und da Fragen übrigbleiben dürfen.. wenn's nicht zu viele sind >_o

Danke für's Kommentar :D
ich glaube das mit dem unfall hätte ich gut gefunden. so ist das - besonders für ne kurzgeschichte- noch zu offen, denk ich.
damit hätten sich dann auch viele der fragen erklärt.

naja. eine andere antwort für den ort wäre eine neurologische störung/ halluzination gewesen. kann ja alles mal passieren ;)

ja, ich schätze es war marmor ;) aber moorboden in nem palast wär mal was neues. :P

ich schätze du hast am ende zu viel weggestrichen, in deinem kopf hat das alles mehr sinn ergeben, da gab es mehr infos - die hätt ich auch gern bekommen :D